Posts mit dem Label familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Glenn Beck - Der Weihnachtspullover

Glenn Beck - Der Weihnachtspullover
Genre: Weihnachtsgeschichte
Kindle Edition: 288 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
Erscheinungstermin: September 2009
ASIN: B004WRIVEY  

Das Geld in Eddies Familie war schon vor dem Krebstod seines Vaters knapp, doch es spielte auch nie eine große Rolle. Viel wichtiger war es Eddies Eltern ihm zu vermitteln, dass es im Leben auf Liebe und Vertrauen ankommt und dass man sich immer auf die Familie verlasssen kann. Doch nachdem sein Vater verstarb, ist es für seine Mutter fast unmöglich, die beiden über Wasser zu halten. Eddie wünscht sich trotzdem nichts sehnlicher als ein rotes Fahrrad mit Bananensessel zu Weihnachten. Deswegen ist er in diesem Jahr besonders brav und fleißig gewesen. Am Weihnachtsmorgen findet er jedoch nur ein einziges Geschenk unter dem Tannenbaum: Einen selbstgestrickten roten Pullover von seiner Mutter, denn für mehr reichte ihr Geld, trotz mehrerer Jobs, nicht aus. Eddie ist zutiefst enttäuscht und dieses Geschenl wirft in eine spirale aus Wut und Verzweifelung aus der er sich allein nur schwer befreien kann.

Sonntag, 30. November 2014

Petra Schier - Ein Weihnachtshund für alle Fälle

Petra Schier - Ein Weihnachtshund für alle Fälle
Genre:Weihacnhtsgeschichte
Gebundene Ausgabe: 153 Seiten
Verlag: Rütten und Loening
Erscheinungstermin: Oktober 2011
ISBN: 978-3352008191

Noch während ihrer Schulzeit hat Irina den Glauben an die wahre Liebe verloren, Schuld daran war Lars, der sie benutzt und verraten hat. Kein Wunder, dass Irina nicht sonderlich begeistert davon ist, als sie ihn knappe 10 Jahre später wiedertrifft und auch noch mit ihm zusammen arbeiten soll. Sie versucht Lars bestmöglich aus dem Weg zu gehen, denn der Schmerz sitzt noch immer tief. Lars jedoch sucht vermehrt den Kontakt zu ihr. Irina hegt allerdings berechtigte Zweifel, ob Lars es diesmal ernst meint oder ob er wieder nur ein falsches Spiel mit ihr spielt. Obwohl sie es gerne möchte, weiß sie nicht, wie sie ihm - nachdem was er ihr zu Abiturzeiten angetan hat - erneut vertrauen soll. 

"Ein Weihnachtshund für alle Fälle" war in diesem Jahr das erste Weihnachtsbuch, das ich gelesen habe und ich habe direkt das bekommen, wonach ich gesucht habe - eine humorvolle, romantische gemütliche Geschichte, alles was man sich für ein paar nette Lesestunden mit einem Tee und einer Decke in der Vorweihnachtszeit wünscht. 

Sonntag, 16. November 2014

David Nicholls - Drei auf Reisen

David Nicholls - Drei auf Reisen
Genre: Roman
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Kein&Aber
Erscheinungstermin: 30. September 2014
ISBN: 978-3036957012

Douglas und Connie sind schon lange verheiratet. Sie haben einen siebzehnjährigen Sohn namens Albie und leben gemeinsam mit ihm auf dem Land in der Nähe von London. Eines Nachts erzählt Connie Douglas, dass sie sich von ihm trennen will. Nicht sofort, aber bald. Vor Albie wollen sie das aber erstmal geheim halten, schließlich haben sie gemeinsam mit ihm eine große Reise vor, sie wollen ihm Europa zeigen, wo sie selbst früher viel unterwegs waren.

Douglas Petersen ist Naturwissenschaftler mit Leib und Seele. Seine Welt ist geordnet, folgt strengen Regeln und es herrscht Ordnung. Connie ist Künstlerin, lebt in den Tag hinein, trinkt zu viel und hat zwanglose Affären. Die beiden lernen sich auf einer Party bei Douglas’ Schwester kennen und verlieben sich ineinander. Für Douglas ist Connie eine Traumfrau, er kann gar nicht verstehen, wieso sie überhaupt bei ihm ist. Für Connie ist Douglas ein kluger Mann, den sie bewundert, der ihr immer Halt gibt, auch als sie nach ihrer Hochzeit schwere Zeiten durchleben. Jetzt jedoch will sie sich von ihm trennen. Aber gemeinsam begeben sie sich noch auf eine letzte Reise durch Europa.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Colleen Hoover - Weil ich Will liebe

Colleen Hoover - Weil ich Will liebe
Genre: Jugendbuch
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: April 2014
ISBN: 978-3-423-71584-3

Vor über einem Jahr sind sich Will und Layken das erste Mal begegnet, doch ihre Liebe scheint von Tag zu Tag stärker zu werden und sie können nun endlich ganz offiziell als Paar auftreten. Schwierig wird es erst, als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin trifft und Layken dies verschweigt, ein fataler Fehler der zu vielen schwerwiegenden Missverständnissen führt. „Weil ich Will liebe“ knüpft nahtlos an den Vorgängerroman „Weil ich Layken liebe“ an.

Vorweg muss ich sagen, dass ich ein großer Fan von „Weil ich Layken liebe“ bin und mir das Buch außerordentlich gut gefallen hat und gerade deshalb stellt sich mir an dieser Stelle die Frage, warum man so oft Geschichten ausreizen muss, bis sie einfach verbraucht und langweilig sind. Warum kann man ein gutes Buch nicht einfach ein gutes Buch sein lassen? Wieso muss man ein unnötiges und dazu an den Haaren herbeigezogenes Drama schaffen, um etwas längst Vergangenes wieder aufzuwärmen. Die Fortsetzung hat leider absolut nichts Neues zu bieten und dennoch scheint sie – den vielen positiven Leserstimmen zur folge – zu funktionieren, allerdings nicht bei mir. Die Magie ist schlicht und einfach verflogen.

Donnerstag, 11. September 2014

Jojo Moyes - Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes - Weit weg und ganz nah
Genre: Roman
Broschur: 512 Seiten
Verlag: rowohlt
Erscheinungstermin: Mai 2014
ISBN: 978-3-499-26736-9

Das Leben von Jess läuft alles andere als perfekt. Ihr Mann hat sie verlassen und sie schafft es allein kaum, ihre Familie über Wasser zu halten. Ihre Tochter ist hochbegabt und bekommt eine einmalige Chance auf eine bessere Zukunft, jedoch fehlt auch hier wieder das Geld um diese Traum zu ermöglichen. Die Situation der Familie könnte sich auf einen Schlag verändern, doch Jess weiß, dass es falsch ist, das Geld zu nehmen. Nicht nur falsch, sondern auch kriminell. Und wieso gehört es ausgerechnet dem Mann, der so unglaublich nett zu ihr ist und sie und ihre Familie auf einem verrückten Roadtrip begleitet? Jess muss ihm alles gestehen und die Tatsache, dass sie gerade dabei ist, sich in ihn zu verlieben, macht es nicht einfacher.

„Ein ganzes halbes Jahr“ konnte mich damals sofort überzeugen. „Eine handvoll Worte“ hat zwar noch nicht den Weg zu mir gefunden, allerdings war ich von der Idee von „Weit weg und ganz nah“ sehr begeistert und für mich stand schnell fest, dass ich sicherlich nichts falsch machen könne, wenn ich zu diesem Buch greife. Leider stimmte dies nicht ganz, denn dieses Buch kommt leider nicht an ihren größten Erfolg heran.

Montag, 8. September 2014

David Mitchell: Der dreizehnte Monat

Genre: Gegenwartsliteratur, Bildungsroman
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: Februar 2009
ISBN: 978-3-499-24876-4

Ohne Umschweife: David Mitchell zählt für mich zu den besten Erzählern der gegenwärtigen Literaturlandschaft, und auch, wenn er mit seinem 2006 auf Deutsch erschienenen Episoden-Epos "Der Wolkenatlas" sicherlich sein bisheriges - und gerade durch die mit Tom Hanks verfilmte Version viel beachtetes - Meisterstück geliefert hat, ist dies eigentlich nur ein weiterer Grund, sich einmal mit dem übrigen Schaffen des Briten auseinanderzusetzen.

In "Der dreizehnte Monat" spielt sich diesmal nun jedoch das ganze Geschehen in einer einzigen Episode ab: das Jahr 1982 im Leben des 13-jährigen Jason Taylor aus Black Swan Green, Worcestershire, einem grauen Kaff in der Provinz der englischen West Midlands. Black Swan Green ist genau jenes England, das wir uns, zugegebenermaßen ein wenig oberflächlich, vorstellen, wenn wir versuchen, an alles Englische, jenseits des allmächtigen Londons, der mit Schornsteinen gespickten Industriemetropolen Manchester, Birmingham oder Liverpool, oder der kitschigen pilcheresken Idylle Cornwalls, zu denken. Black Swan Green in der Thatcher-Ära, das sind kleine Häuser mit Garten, Wind, Regen, Äcker und Wälder. Ein Nest, wie Mitchell eine seiner Romanfiguren zynisch bemerken lässt, indem man nie ein Einheimischer werden würde, wenn mich nicht schon seit den Rosenkriegen dort lebte.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Nick Hornby - Juliet, Naked

Genre: Roman
Tachenbuch: 247 Seiten
Verlag: Penguin
Erscheinungstermin: 05. Januar 2010
ISBN: 978-0141047744

Annie und Duncan sind seit vielen Jahren ein paar und eigentlich verbindet sie nicht mehr viel, denn das einzige, was Duncan wirklich wichtig zu sein scheint ist sein großes Idol Tucker Crowe, der seit Jahren keine Musik mehr gemacht hat, von einigen wenigen Fans aber immer noch als Star verehrt wird. Als er nach 20 Jahren ein neues Album veröffentlicht und Annie und Duncan sich nicht einig sind, ob es nun ein Meisterwerk ist oder nur Zeitverschwendung beginnt eine verwirrende Zeit für alle beteiligten, denn ausgerechnet Tucker Crowe selbt freut sich über Annies ehrliche Kritik und nimmt Kontakt zu ihr auf, um sich zu bedanken. Duncan würde durchdrehen vor Freude, wenn er davon wüsste, aber Annie will nicht, dass er es erfährt.

Eigentlich sind Annie und Duncan nur noch zusammen, weil es in Gooleness nichts anderes zu tun gibt. Sie langweilen sich und Duncan ist total besessen von Tucker Crowe, seinem Lieblingsmusiker aus den 80er Jahren, der seit Ewigkeiten untergetaucht ist und keine Musik mehr macht, der für eine handvoll eingefleischte Fans aber immer noch das Größte ist. Duncan gründet sogar eine Internetseite, um sich mit anderen „Crowologisten“ auszutauschen. Als es nach 20 Jahren endlich ein neues Album gibt ist er völlig aus dem Häuschen und kann nicht erwarten, es zu hören. Als er aber hört, dass Annie es gewagt hat, es schon anzuhören und es noch dazu schlecht findet, kommt es zum Streit zwischen den beiden. Trotzdem ist er einverstanden, eine Kritik, die Annie verfasst hat, auf seiner Webseite zu veröffentlichen.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Stefan Schwarz - Das wird ein bisschen wehtun

Stefan Schwarz - Das wird ein bisschen wehtun
Genre: Roman
Broschierte Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
Erscheinungstermin: März 2012
ISBN: 978-3-87134-715-3

Konrad, der Sohn von Max und Dorit hat eine neue Freundin: Nadine, genannt Naddi. Als er diese unangemeldet bei sich zuhause einziehen lässt, wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Naddi ist nicht gerade der Typ Mädchen, den sich die Eltern als Freundin für ihren Sohn wünschen – ihr scheint nichts peinlich zu sein und als mangelt ihr an jeglichen Manieren, zudem schafft sie es schnell, Dorit und Max den letzten Nerv zu rauben. Dass Max sich zusätzlich um seinen alten und kranken Vater kümmern muss, da seine Mutter der Situation nicht mehr gewachsen ist, beeinflusst die allgemeine Situation nicht gerade positiv. 

Sonntag, 4. Mai 2014

Donna Freitas - Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas - Wie viel Leben passt in eine Tüte?
Genre: Jugendbuch
Gebunden Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Gabriel Verlag
Erscheinungstermin: August 2012
ISBN: 9783522303125

Als Rose 16 Jahre alt ist, verstirbt ihre Mutter an Krebs. Am Tag der Beerdigung findet Rose im Kleiderschrank ein Päckchen - ein eigens für sie zusammengestelltes „Survival Kit“ für die ihre Mutter zu Lebzeiten bereits bekannt war. Offensichtlich war es Rose Mutter im Vorfeld klar, dass ihre Tochter nach ihrem Ableben Hilfe benötigen würde, um mit dem Leben nach ihrem Tode zurechtzukommen. Rose ist jedoch anfangs nicht in der Lage dazu, die Gegenstände aus dem Kit zu nutzen. Erst einige Monate später beginnt sie Schritt für Schritt mit Hilfe der Hinterlassenschaften ihrer Mutter aus der Isolation auszubrechen und ihr bisheriges Leben wieder aufzunehmen.

Die Autorin beschreibt auf sehr gefühlvolle und einfühlsame Art und Weise, wie sich Rose im Zuge der Trauerbewältigung von ihrer Außenwelt abschottet, dazu zählt, dass sie nicht mehr zum Cheerleading geht, Partys sowie andere Zusammentreffen mit ihren Freunden meidet und sich gegen jegliche Art der körperlichen Zuneigung ihres Freundes wehrt. Außerdem ist das Musikhören für sich unerträglich geworden. Dies ändert sich, als sie die Gegenstände aus dem Survival Kit näher untersucht und in ihren Alltag einbringt, aber auch, als sich die Beziehung zu ihrem Mitschüler, der sich seit längerem um die Gartenarbeit der Familie kümmert, verändert bzw. vertieft.

Dienstag, 29. April 2014

Lori Nelson Spelman - Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spelman - Morgen kommt ein neuer Himmel
Genre: Roman
Broschiert: 368 Seiten
Erscheinungstermin: 24. März 2014

ISBN: 978-3810513304

Brett leidet sehr unter dem Tod ihrer geliebten Mutter. Bis zu diesem Zeitpunkt schien sie ihr Leben fest im Griff zu haben: ein guter Job, eine tolle Wohnung und einen Freund, den sie liebt. Aber jetzt scheint alles zu zerbrechen. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie, dass sie ihr Erbe nicht bekommen wird, so lange sie nicht die Aufgaben erfüllt, die ihre Mutter ihr stellt. Die Aufgaben ergeben sich aus einer Liste von Lebenszielen, die Brett sich selbst als Jugendliche aufgeschrieben hat aber sind das auch heute noch ihre Ziele?

Brett ist am Boden zerstört, als ihre Mutter nach einer kurzen, schnellen Krankheit stirbt. Mit 34 Jahren hatte sie ein tolles Verhältnis zu ihr und jetzt scheint sie alleine da zu stehen. Sie hat ihre Brüder, die jedoch wesentlich besser mit dem Verlust umgehen können und sie hat ihren Freund, der sich allerdings nicht so sehr für die Familie interessiert. Und jetzt wird sie nicht, wie erwartet die Nachfolgerin ihrer Mutter in deren Unternehmen, sondern erbt überhaupt nichts, so lange sie nicht die Lebensziele erreicht, die sie sich als Teenager gesetzt hat. Brett ist außer sich, heute sieht ihr Leben doch ganz anders aus als vor so vielen Jahren. Wie soll sie nur innerhalb eines Jahres Lehrerin werden, ein Haus kaufen, ein Kind bekommen und noch so vieles mehr. Vor Allem, wenn sie gar nicht weiß, ob sie das alles überhaupt will.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Mary Miller: Süßer König Jesus

Genre: Gegenwartsliteratur, Coming-of-Age
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Metrolit
Erscheinungsdatum: September 2013
ISBN: 978-3-8493-0311-2

Schreibt man in den USA einen Roman über das Erwachsenwerden und die damit verbundenen Schwierigkeiten, so scheint es unumgänglich zu sein, nicht mit dem vermeintlichen Heiligen Gral der Coming-of-Age-Literatur, Salingers "Der Fänger im Roggen", verglichen zu werden - was in den meisten Fällen nicht nur unfair, sondern auch schwachsinnig ist. Doch diesem scheinbaren Naturgesetz entsprechend schreien es die Spatzen der Literaturszene bereits von den Dächern der Verlagshäuser und Medienanstalten: Mary Miller sei es nicht nur gelungen, einen weiblichen Holden Caulfield auferstehen, sondern ihn auch erneut die Wirren des Heranwachsens erleben zu lassen - in einem neuen, einem aktuellen Amerika, zwischen Wirtschaftskrise, gekränktem Stolz und religiösem Fundamentalismus. Millers Debütroman, "Süßer König Jesus", der im Amerikanischen übrigens den fantastischen Titel "The Last Days of California" tragen wird, ist jedoch wesentlich mehr als eine bloße Reminiszenz an einen altehrwürdigen Klassiker des zwanzigsten Jahrhunderts.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Petra Schier - Ein Opa unterm Weihnachtsbaum

Petra Schier - Ein Opa unterm Weihnachtsbaum
Genre: Weihnachtsgeschichte
Kindle Edition: 50 Seiten
Erscheinungstermin: 24. November 2012
ASIN: B00AD05P6Q

Der zwei Jahre alte Chester ist in einem Tierheim aufgewachsen. In diesem Jahr darf er sein erstes Weihnachtsfest mit seiner neuen Familie verbringen. Kein Wunder, dass der Schäferhund-Cockerspaniel-Mischling seiner Familie unbedingt bei den Vorbereitungen helfen möchte und ihnen ihre Wünsche erfüllen will. Nur leider versteht er die Menschen immer falsch oder auch gar nicht. Als Chester dann auch noch mithört, dass der Junge sich einen Opa zu Weihnachten wünscht, ist der völlig verwirrt, doch er macht den Opa unterm Weihnachtsbaum zu seiner Mission. Vorher muss er nur noch herausfinden, was ein Opa eigentlich ist, wo man ihn findet und wie man ihn dann auch noch unter den Weihnachtsbaum zu den anderen Geschenken schafft. 

Donnerstag, 28. November 2013

Katerina Poladjan - In einer Nacht, woanders

Genre: Roman
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Erscheinungstermin: 16. September 2011
ISBN: 978-3871347177

Eine Frau kehrt nach vielen Jahren in ihre Heimat zurück und findet ein Land vor, das sie nicht kennt und viele Fragen, die sich vielleicht jetzt, als Erwachsene endlich beantworten lassen.

Mascha ist Ende dreißig und lebt in Berlin. Sie ist Lehrerin, hat jedoch mit ihrem Job momentan so ihre Probleme. Sie ist unverheiratet und hat keine Kinder, nur eine gute Freundin, Mira. Mascha kam im Alter von etwa zehn Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland, nachdem sie zuvor bei ihrer Großmutter Tamara in Russland gelebt hatte und muss nun dorthin zurückkehren, um das Haus ihrer Großeltern zu verkaufen.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Noam Shpancer - Der glücklose Therapeut

Genre: Roman
Gebundene Ausgabe: 253 Seiten
Verlag: Knaus
Erscheinungsdatum: 23. September 2013
ISBN: 978-3-8135-0507-8

Was passiert, wenn ein Psychologe gleichzeitig mit einem seiner Klienten überfordert ist und auch in seinem Privatleben langsam den Halt verliert? Kann ein Therapeut, wenn er doch anderen Leuten helfen kann, ihr Innerstes preiszugeben und ihr Leben zu sortieren, nicht auch sein eigenes in Ordnung bringen?

David Winter ist Psychologe und behandelt hauptsächlich depressive Patienten. In seinen Therapiesitzungen versucht er ihnen zu helfen und sie von möglichen Selbstmordversuchen abzuhalten. Doch da tritt Barry Long in sein Leben, ein neuer Klient, der David bereits von Anfang an Rätsel aufgibt. Er erscheint nicht zu seinem ersten Termin und auch später kommt er nicht regelmäßig, manchmal eine zeitlang sogar gar nicht zu den Sitzungen. David fühlt sich dennoch für ihn verantwortlich, der Fall lässt ihn auch zu Hause nicht los und er erntet dafür sogar Kritik von seinem Chef.

Mittwoch, 4. September 2013

Annika Reich - Durch den Wind

Annika Reich - Durch den Wind
Genre: Roman
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 5. Dezember 2011
ISBN: 978-3596191406

Ein Frauenroman ohne Klischees und Friede, Freude, Eierkuchen, dafür mit viel Tiefgang, Emotionen und Poesie.

Yoko, Siri, Friederike und Alison, vier Frauen, alle Mitte dreißig, alle mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben und alle irgendwie unzufrieden.


Yoko, eine Japanerin, die nach dem Tod ihres Vaters nach Berlin gekommen ist, ist Architektin und etwas bindungsscheu. Beziehungen sind nichts für sie aber vielleicht fehlt ja doch etwas in ihrem Leben, es scheint auf jeden Fall ein Loch zu geben. Vielleicht findet sie in Japan, was sie vermisst.
Siri hat eigentlich alles, was man sich wünschen könnte: Einen liebenden Ehemann, einen Sohn und tolle Freunde. Trotzdem ist sie unzufrieden und ständig krank. Sie kann gar nicht bechreiben, was sie möchte aber sicher ist, das hier ist es nicht.
Friederike ist erfolgreiche Besitzerin eines kleinen Ladens, für den sie sich mit Büchern und Texten beschäftigt und ihn dann immer wieder neu gestaltet. Leider ist sie ihren Texten oft näher als ihrem Freund Tom, der sie zwar zu lieben scheint, jedoch nicht bereit ist für eine feste Bindung oder gar die Gründung einer Familie, Friederikes größtem Wunsch. Was kann sie nur tun, um ihn für sich zu gewinnen?
Alison ist schon lange mit Victor zusammen und sehr glücklich. Außer, wenn Victor auf Reisen ist und sie alleine zurück bleibt. Ohne ihn ist alles nicht dasselbe und von einer Reise kommt er plötzlich nicht mehr zurück. Kurzentschlossen fliegt sie ihm nach und erfährt dabei einiges, was ihr Leben ändern könnte.


Sonntag, 2. Juni 2013

Roger Rosenblatt - An jedem neuen Morgen. Eine Familiengeschichte

Roger Rosenblatt – An jedem neuen Morgen. Eine Familiengeschichte
Genre: Sachbuch
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Erscheinungsdatum: April 2012 
ISBN: 978-354828-449-1

Amy Rosenblatt stirbt unerwartet. Sie ist 38 Jahre alt und hinterlässt ihren Ehemann und die drei gemeinsamen kleinen Kinder. Das Jüngste ist gerade erst zwanzig Monate alt. Ohne zu überlegen, springen Amy‘s Eltern, Roger und Ginny Rosenblatt, in die riesige Lücke und ziehen in das Haus der Familie ein. Behutsam versuchen sie, eine Art Normalität aufrecht zu erhalten.
„Sammy mag morgens Vollmilch mit Froot Loops. Jessie ein Glas Sojamilch. Bubbies, der Jüngste, liebt Toast über alles“.

Dienstag, 10. Juli 2012

Robert Williams - Luke und Jon

Genre: Coming-of-Age, Gegenwartsliteratur
Taschenbuch: 192 Seiten 
Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 06. November 2010
ISBN: 978-3833307034

Luke Redridge ist dreizehn und lebt mit seinen Eltern ein normales und beschauliches Leben im grauen und regnerischen Vorstadt-England unserer Zeit. Sicher, Luke ist nicht unbedingt ein Siegertyp in der Schule, aber er ist ein talentierter Maler und eckt kaum an, was ja auch schon was wert ist, in der rauen Welt der Schulhöfe. Sein Vater ist Spielzeugmacher und seine Mutter eine liebevolle Idealistin mit Stimmungsschwankungen. Das Leben geht in geregelten Bahnen.

All das ändert sich jedoch abrubt, als Lukes Mutter, bei der inzwischen eine bipolare Störung diagnostiziert wurde, bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Tief getroffen ziehen sich Vater und Sohn in ihre eigene Welt zurück, jeder für sich. Nach kurzer Zeit häufen sich bereits die unbezahlten Rechnungen. Am finanziellen Abgrund angekommen, bleibt Lukes Vater nichts anderes übrig, als das Haus der Familie zu verkaufen und sich mit dem Wenigen, das ihnen noch bleibt, ein neues Leben aufzubauen, irgendwo anders, irgendwo, wo es billiger ist.

Und so landen die Beiden in Duerdale, einem nebligen Kaff in der englischen Provinz. Das wenige Geld reicht hier jedoch, zwischen schroffen Hügeln und Mooren, für ein verwahrlostes und einsames Haus auf einem Berg, nahe der Stadt. Träge und beinahe gleichgültig fügen sich die beiden in ihr Schicksal und das neue Leben, das sie nie wollten - immer noch ohnmächtig ob des Verlustes ihrer Mutter und Ehefrau. Luke zieht sich in seine Bilder zurück, deren Motive er in der kargen Umgebung des Hauses findet, Lukes Vater Gerald bestreitet mühsam den Lebensunterhalt der beiden, indem er Holzspielzeug in seiner Werkstatt anfertigt - seine ständigen Begleiter bleiben jedoch eine Flasche Whiskey und die geistige Abwesenheit eines Trauernden.

Das triste Leben der beiden Außenseiter wäre vermutlich ewig so weiter gelaufen, wenn nicht, aus dem Nichts, auf einmal ein dürrer und merkwürdig gekleideter Junge vor der Tür gestanden hätte, der nervös drauflos plappert. Jon, der zittrige Gast, entpuppt sich als Nachbarsjunge, dessen Schicksal dem von Vater und Sohn nicht so fremd ist. Luke und Jon werden zu Gefährten, und als die Sommerferien enden und die Schule beginnt, schweißt der Alltag aus Hänseleien und Ausgrenzungen die Freunde immer mehr zusammen. Und gemeinsam finden sogar alle drei Sonderlinge, auch durch die Hilfe eines riesigen Holzpferdes, mühsam ihren Weg zurück ins Leben.

Wie bei vielen seiner Zeitgenossen neigen die Menschen auch bei Robert Williams dazu, laut und apathisch "Salinger" zu brüllen, handelt seine Geschichte "Luke und Jon" doch von den Empfindungen eines Teenagers, ohne dabei etwas mit Vampiren zu tun zu haben. Anders als beim Genre-Epos "Der Fänger im Roggen" jedoch geht es hier nicht nur um das Erwachsenwerden in einer kalten und unverständlichen Welt, sondern vielmehr um den Umgang mit Verlust, Tod und einem Weg aus der Trauer. Was tun wir, wenn die Welt auf einmal und ganz plötzlich anhält, während sie sich für alle anderen weiter zu drehen scheint? Dieser Frage nähert sich Williams behutsam und klug in "Luke und Jon" an, ohne, dass er dabei pathetisch oder platt wird.

Überhaupt: Luke Redridge ist kein Holden Caulfield. Beim Lesen dieses herrlichen Buches musste ich mich vielmehr immer wieder daran erinnern, dass der Protagonist erst dreizehn ist, denn seine Gedanken wirken auf mich wie die, eines Erwachsenen: Sie sind nicht rebellisch und besonders impulsiv, sondern hilflos und aufrichtig ob der Tragik seiner und unserer Welt, die sich trotz allem immer weiter drehen muss.

Ein ruhiges, ein vorsichtiges und ungeheuer ehrliches Buch über Verlust, Zusammenhalt, Freundschaft und ja, über das Erwachsenwerden. Lesenswert!

Note: 2
  • Humor: /
  • Anspruch: 2
  • Spannung: 3
  • Erotik: /
  • Piratenfaktor: 1 

Sonntag, 24. Juni 2012

J.R. Moehringer - Tender Bar

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten 
Verlag: S. Fischer
Erscheinungsdatum: 03. März 2008
ISBN: 978-3-10-049602-7


J.R. wächst in den ärmlichen Verhältnissen Manhassets auf, einem schicksalsträchtigen Kaff im Schatten New York Citys, dessen Bucht bereits F. Scott Fitzgerald zu seinem Epos "Der große Gatsby" inspirierte. Zwischen den Tavernen der Arbeiterklasse, den Imbissen, den Lacrosse-Plätzen und den prunkvollen Villen der Reichen, findet der in einem schäbigen, kleinen Haus mit Mutter und Großeltern lebende Protagonist die Vaterfigur, die in seinem Leben so schmerzlich fehlt, in einer ganzen Bar.

Eine liebevolle Clique aus zwielichtigen Schluckspechten und Taugenichtsen wird zu dem männlichen Bezugspunkt im Leben des Jungen. Sehnlichst erwartet er den Tag, an dem es ihm erlaubt ist, seinen ersten Drink zu ordern. Bis dahin glorifiziert er jedes Detail, das aus diesem dunklen, von Zigarettenrauch geschwängertem Utopia nach außen und zu ihm dringt. Bis es dann tatsächlich so weit ist, und J.R. endlich Teil der Gesellschaft im "Publicans" wird.

Moehringer erzählt in diesem, stark autobiografisch-geprägten Roman nicht nur von der träumerischen Liebeserklärung an eine fast schon mythologisch verklärte Bar, sondern auch davon, was es für einen Jungen bedeuten kann, ohne Vater aufzuwachsen. J.R. wird älter, verlässt Manhasset, verliebt sich, kehrt zurück, geht nach Yale, und doch bleibt er stets ein Teil der Bar - und umgekehrt. Es ist eine Geschichte über Verlust, über Familie, das Erwachsenwerden und - ganz nebenbei - über einen Jungen aus ärmlichen und zerrütteten Verhältnissen, der es bis in die Redaktion der altehrwürdigen New York Times schafft. 

"Tender Bar" ist eines dieser Bücher, die einen nie fesseln, und doch nicht mehr loslassen, bis man sie ausgelesen hat. Die Tatsache jedoch, dass man den biografischen Bezug nie so ganz ausblenden kann, lässt den Pulitzer-Preisträger Moehringer an einigen Stellen ganz natürlich ein wenig selbstgerecht wirken, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum dieser die Gattung des Romans für seine Jugendmemoiren gewählt hat. Insgesamt bleibt "Tender Bar" jedoch, den wenigen American-Dream-Ausdünstungen zum Trotz, eine schöne und liebevolle Coming-Of-Age-Geschichte, deren sympathische Atmosphäre den Leser für einige Zeit begleitet und Lust macht, sich endlich mal wieder in einer dieser klassischen, verrauchten Kneipen an den Tresen zu setzen, sich volllaufen zu lassen und die ganze Welt zu zerreden.

Note: 2,4
  • Humor: 2
  • Anspruch: 2
  • Spannung: 3
  • Erotik: 3
  • Piratenfaktor: 2
   

Freitag, 15. Juni 2012

Daniel Wallace - Die Nacht der Wassermelonen


Daniel Wallace - Die Nacht der Wassermelonen
Gebundene Ausgabe: 246 Seiten 
Verlag: Eichborn
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2004
ISBN: 978-3821809496


Ashland, Alabama – die personifizierte Südstaaten-Kleinstadt: heiß, engstirnig und geheimnisvoll. Was früher die Hauptstadt der Wassermelonen war, ist heute nichts weiter als eine Erinnerung; die einst weltbekannten Melonenfelder sind verdorrt, Stadt und Menschen stehen still und die Tradition, die Identität Ashlands, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Doch das war nicht immer so. Vor 19 Jahren war alles noch, wie es immer war und immer bleiben sollte: Die Menschen waren glücklich, die Sommer fantastisch und die Bürger der Stadt feierten jedes Jahr ihr Wassermelonenfest. Ashland war nicht irgendeine Stadt, sie hatte eine einzigartige Kultur, einen einzigartigen Mythos, Ashland war etwas Besonderes: die Welthauptstadt der Wassermelonen. Zumindest war sie es, bis eine Fremde in die Stadt kam, die alles verändern sollte. Als Lucy Rider in einem luftigen Sommerkleid und mit heruntergelassenen Fenstern in der Stadt hielt, um sich um ein paar der Immobilien ihres Vaters zu kümmern, war dies der Anfang vom Ende. Sie ließ sich für einige Zeit in der Stadt nieder und hatte keine Eile, nach Hause zurückzukehren. Lucy Rider war von einer Schönheit, wie sie in Ashland nicht anzutreffen war, sie trug Kleider, die es in Ashland nicht zu kaufen gab und sie tat Dinge, die man in Ashland nicht tat. Selbst wenn es ihr gelang, über die Doppelmoral und die Engstirnigkeit der Einwohner Ashlands hinwegzusehen, so war sie doch außerstande den archaischen und unmenschlichen Ritus zu akzeptieren, der den Kern des Wassermelonenfestes darstellte: die Krönung des Wassermelonenkönigs. Mit einer List erreichte Lucy zwar ihr Ziel, doch wurde sie von nun an von der gesamten Stadt geschnitten und steuerte unweigerlich auf die Tragödie zu: den Tag der Geburt ihres Sohnes, der gleichzeitig auch der Tag ihres eigenen Todes war.

Daniel Wallace erzählt uns die Geschichte des 18-jährigen Thomas Rider, welche sich nicht nur auf die Suche nach seiner Vergangenheit macht, sondern auch versucht, seine eigene Identität unterwegs zu finden. Aufgewachsen bei seinem Großvater, der eine gute Geschichte stets der Wahrheit vorzog, und einer Frau, die er Anna nennt, weiß er nicht viel über sich oder seine Eltern – nur, dass seine Mutter einst für einige Zeit in Ashland gelebt hat, er dort geboren und sie dort gestorben ist. Also macht er sich auf den Weg in die ehemalige Welthauptstadt der Wassermelonen. Auf der Suche nach der Wahrheit wird er – entgegen aller Erwartungen – mit offenen Armen empfangen. Denn die Einwohner Ashlands glauben an die Erfüllung eines Schicksals – lang lebe der König.

Wallace gelingt mit seiner clever-aufgebauten Generationengeschichte nicht nur ein feinfühliges Porträt einer vom Unglück geschundenen Familie, sondern auch ein Blick in die kindliche und verletzliche Seele der Kleinstädte, denen wir irgendwie alle entstammen. Hinter der Geschichte steckt viel mehr als eine provinzielle Südstaatenstory; es geht um den Umgang mit Verlust, den Umgang mit der Wahrheit und den Umgang mit allem, was passiert ist. „Die Wahrheit ist wie ein Fisch […]. Sie flutscht einem ständig durch die Finger. Deshalb strengen wir uns erst gar nicht groß an, und amüsieren uns über die Idioten, die’s versuchen und sich dabei mächtig naß spritzen.“ (S. 15.). Wallace erzählt – wie auch in seinem berühmten und von Tim Burton verfilmten Debut: „Big Fish“ – mit viel Witz und Magie und schafft so etwas, was den Wenigsten gelingt: Er macht aus einer ernsten, realen und tragischen Geschichte voller Zweifel und Konflikte das, was Kleinstadtbürger wohl als eine Legende bezeichnen würden.


Note: 2,4
  • Humor: 2
  • Anspruch: 2
  • Spannung: 3
  • Erotik: 3
  • Piratenfaktor: 2