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Montag, 21. Juli 2014

Colette McBeth- Zorneskalt

Genre: Thriller
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: blanvalet
Erscheinungstermin: 25. November 2013
ISBN: 978-3442382651

Rachel ist erfolgreiche Kriminalreporterin und für ihren Fernsehsender immer mitten im Geschehen, wenn irgendwo etwas passiert. Als sie jedoch für eine Pressekonferenz in ein Polizeirevier in ihrer Heimatstadt fährt und dort feststellt, dass ihre beste Freundin vermisst wird, scheint ihr Leben auf einmal auf den Kopf gestellt.

Rachel und Clara waren seit der Schule beste Freundinnen. Nichts sollte sie jemals trennen, sie ergänzten sich perfekt. Rachel fühlte sich bei Clara als etwas Besonderes und Clara genoss es, von Rachel bewundert zu werden. Außerdem hatten sie ähnliche Schicksale hinter sich, beide lebten bei allein erziehenden Elternteilen und fanden in ihrer Freundschaft Halt. Auch Jahre später, nachdem sie einige Zeit getrennt waren, verstehen sie sich immer noch gut und würden alles füreinander tun.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Alexandre Dumas - Der Graf von Monte Christo

Genre: Klassiker
Broschur: 937 Seiten
Erscheinungsdatum: 2009
ISBN: 978-3-7466-6125-4

Edmond Dantés ist Seefahrer und gehört zu den wohl glücklichsten Männern aus ganz Marseille, denn ihm ist das Amt des Schiffkapitäns des Pharaos versprochen und er darf die schöne Katalonierin Mercedes zu seiner Frau nehmen. Dazu kommt es jedoch nicht, denn am Tage der Hochzeit wird Dantés des Landesverrates als Bonapartist angeklagt und ohne Verhandlung im Château de If, dem Gefängnis für die schwersten und gefährlichsten Verbrecher, inhaftiert. Dort verbringt er Jahre in Ungewissheit und Dunkelheit, ohne über das ihm zur Last gelegte Verbrechen Bescheid zu wissen. Durch die Hilfe eines mitinhaftierten Freundes kann jedoch Licht ins Dunkel gebracht werden und so erfährt Dantés die wahren Hintergründe für seine Verhaftung. Ihm gelingt die wohl spektakulärste Gefängnisflucht in der Literaturgeschichte und Edmond Dantés kehrt als Graf von Monte Christo, einem gebildeten und wohlhabenden Geschäftsmann, nach Paris zurück und das alles nur aus einem Grund: Es giert ihm nach Rache. Er hat jedoch nicht vor, seine Verräter mit dem Tode zu strafen, vielmehr will er Gleiches mit Gleichem vergelten und ihnen alles nehmen, was ihnen lieb und gut ist.

Mittwoch, 17. April 2013

Grégoire Delacourt: Alle meine Wünsche

Genre: Gegenwartsliteratur 
Gebunden: 126 Seiten 
ISBN: 978-3455403848
Erscheinungdatum: 12. September 2012 

Jocelyne ist 47 Jahre alt und ihre Ehe mit Jocelyn – diese beinah gleichen Namen haben mich beim Lesen übrigens genervt – ist im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen. Frust macht sich breit. War das wirklich alles? So hatte sich Jocelyne das Leben nicht vorgestellt.
„Jedes Mal überrascht es mich, wenn ich Jo nach Hause kommen höre. Ein Riss in der Seide meines Traums. Ich ziehe mich hastig wieder an. Schatten bedecken die Klarheit meines Körpers. Ich weiss um die seltene Schönheit unter meinen Kleidern. Aber Jo sieht sie nie.“
Die Geschichte handelt in einer kleinen Ortschaft in Nordfrankreich. Jocelyne mag die Arbeit in ihrem Kurzwarenladen und die Kontakte, die ihr Handarbeiten-Blog bringt. So ereignislos wie ein kleines Bächlein plätschert ihr Leben dahin; weder ist sie besonders unglücklich noch besonders glücklich. Eine seltsame Art der Taubheit macht sich breit. Bis der grosse Knall in Form eines 18 Millionen Lottogewinns in ihr Leben einbricht.


Dienstag, 3. Juli 2012

Haruki Murakami - Wilde Schafsjagd

Taschenbuch: 320 Seiten 
Verlag: btb (Random House)
Erscheinungsdatum: 04. September 2006
ISBN: 978-3442734740

Das Gefühl, das ich nach dem Auslesen dieses Romans hatte, kommt dem einer Ausnüchterung bei lebendigem Leibe ziemlich nahe. Nun meine ich dies bei Weitem nicht so negativ, wie man es durchaus auffassen könnte - was ich vielmehr ausdrücken wollte, ist, dass einen die furiose und verwirrende Geschichte wie eine erschöpfte und leere Hülle zurücklässt, die sich eben noch im Rausch einer wilden Nacht befunden hat.

Den Plot dieser völlig abstrusen und namenlosen Odyssee auf weniger als 320 Seiten wiederzugeben, ist wohl das, was man ein Ding der Unmöglichkeit nennt. Und genau darum geht es in dieser Geschichte; um Unmöglichkeiten. Nur so viel sei gesagt: Murakamis namenloser Protagonist, der 29-jährige Chef einer Werbeagentur im Tokyo der späten 70'er Jahre, bekommt die Pistole auf die Brust gesetzt; eine ominöse Organisation beauftragt ihn damit, ein bestimmtes und außergewöhnliches Schaf zu finden, das auf einem Bild zusehen ist, welches er - unwissenderweise - in einem Werbeprospekt veröffentlich hat - andernfalls droht die Organisation, die Agentur und seine ganze Existenz zu zerschlagen.

Nun handelt es sich nicht einfach nur um eine besondere oder seltene Gattung des Tiers, sondern vielmehr um ein völlig einzigartiges und magisches Schaf, das nicht nur von einem Menschen Besitz ergreifen kann, sondern wahrscheinlich sogar ein Interesse daran zu haben scheint, die Geschicke Japans und möglicherweise der ganzen Welt zu beeinflussen und ins Chaos zu stürzen. Das Foto, welches den Protagonisten überhaupt erst in diese augenscheinlich ausweglose Situation gebracht hat, wurde ihm von einem Jugendfreund zugesandt - das ist die einzige Spur.

Und so bleibt dem Helden und seiner Freundin, einem Ohrenmodel und Callgirl mit übersinnlichen Fähigkeiten, nichts anderes übrig, als aufzubrechen. Einziges Indiz ist und bleibt der Poststempel auf dem Brief des Freundes, der die Tragödie erst verursachte. Ihre Schnitzeljagd führt sie in die verlassene und kühle Einöde Japans, eine andere Welt, voller skurriler Charaktere und unglaublicher Ereignisse.

Murakamis metaphorische und erwartungsgemäß gutgeschriebene Geschichte beschäftigt sich, wie wohl beim japanischen Bestsellerautor üblich, mit den Themen: Verlust, Ordnung und Zeit. Und auch wenn sie mir zeitweise wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen hat, so überzeugte mich dieser Steppenwolf im Schafspelz niemals so ganz. Alles ist verhältnismäßig stringent und im Stile eines Detektivromans gehalten (selbst der Protagonist liest immer und immer wieder in den "Abenteuern des Sherlock Holmes"), doch der Funke will einfach niemals so richtig überspringen. Was mir gefehlt hat, waren echte und wilde Emotionen, schließlich ist die Lage prekär und die Ereignisse mehr als außergewöhnlich - Murakamis Protagonist jedoch, fügt sich voller Trübsal und fast teilnahmslos in sein Schicksal, was dann eher den Eindruck eines Wochenendausflugs, als den, eines wirklichen Abenteuers erweckt.

Note: 3
  • Humor: 3
  • Anspruch: 2
  • Spannung: 3
  • Erotik: 3
  • Piratenfaktor: 4