Posts mit dem Label Roman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. September 2014

Jojo Moyes - Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes - Weit weg und ganz nah
Genre: Roman
Broschur: 512 Seiten
Verlag: rowohlt
Erscheinungstermin: Mai 2014
ISBN: 978-3-499-26736-9

Das Leben von Jess läuft alles andere als perfekt. Ihr Mann hat sie verlassen und sie schafft es allein kaum, ihre Familie über Wasser zu halten. Ihre Tochter ist hochbegabt und bekommt eine einmalige Chance auf eine bessere Zukunft, jedoch fehlt auch hier wieder das Geld um diese Traum zu ermöglichen. Die Situation der Familie könnte sich auf einen Schlag verändern, doch Jess weiß, dass es falsch ist, das Geld zu nehmen. Nicht nur falsch, sondern auch kriminell. Und wieso gehört es ausgerechnet dem Mann, der so unglaublich nett zu ihr ist und sie und ihre Familie auf einem verrückten Roadtrip begleitet? Jess muss ihm alles gestehen und die Tatsache, dass sie gerade dabei ist, sich in ihn zu verlieben, macht es nicht einfacher.

„Ein ganzes halbes Jahr“ konnte mich damals sofort überzeugen. „Eine handvoll Worte“ hat zwar noch nicht den Weg zu mir gefunden, allerdings war ich von der Idee von „Weit weg und ganz nah“ sehr begeistert und für mich stand schnell fest, dass ich sicherlich nichts falsch machen könne, wenn ich zu diesem Buch greife. Leider stimmte dies nicht ganz, denn dieses Buch kommt leider nicht an ihren größten Erfolg heran.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Carsten Stroud - Die Rückkehr

Carsten Stroud - Die Rückkehr
Genre: Thriller
Gebunden:  580 Seiten
Erscheinungstermin: August 2013
ISBN: 978-3-8321-9647-9


Es ist nicht greifbar. Es ist mystisch. Es ist beängstigend und dunkel. Es ist - NICHTS! 
Und    es    ist     zurück.

Die Rückkehr beginnt mit einer "vertikalen Stationierung im Gelände" eines chinesischen Learjets, der völlig ungebremst mit dem Cockpit voran als Feuerball auf einem Golfplatz in der Nicevilles "eingelocht" wird. Auslöser dieser außergewöhn- lichen vertikalen Stationierung ist ein durch eine auf Talullahs Wall aufschlagende Cessna aufgescheuchter Krähen-schwarm..

Nichts ist zurück und Niceville weiter in Aufruhr. Menschen verschwinden oder verhalten sich merkwürdig aggressiv. Flugzeuge fallen vom Himmel. Das Draußen drängt nach Drinnen und es ist schwarz. 

Nick Kavanaugh tappt immer noch im Dunkeln, was das Verschwinden von Rainey Teague und den Banküberfall vor einem halben Jahr angeht, bei dem vier Polizisten kaltblütig ermordet wurden. Zwar gibt es mit Byron Deitz einen Tatverdächtigen - fand man doch einen Teil der Beute in seinem gelben Hummer - doch so recht glauben will Nick nicht an Deitz' Schuld. Zumindest nicht in diesem Fall.

Samstag, 28. September 2013

Alex Capus - Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Genre: Roman
Taschenbuch:  288 Seiten
Erscheinungstermin: Juli 2013
ISBN: 978-3-446-24327-9

Lebensreisen
Drei Menschen des 20. Jahrhunderts, drei außergewöhnliche Leben, gepackt in einen Roman. Lebensbilder verwoben mit Fiktion, nein eher zusammengesetzt wie Scherben, die auf einem antiken Grabungsfeld gefunden wurden und nun zu einem möglichen Ganzen zusammengesetzt werden
 
Warum man das tut? Weil es geht.

Der einzig mögliche Treffpunkt der drei Menschen, um die es in Alex Capus Roman Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer geht, könnten sich nur an einem Tag im November des Jahres 1924 zur gleichen Zeit am selben Ort aufgehalten haben. Drei Leben, die aneinander vorbeiziehen und doch irgendwie etwas gemeinsam haben könnten.

Der Fälscher Emile Guilléron ist auf dem Züricher Hauptbahnhof, weil er den letzten Wunsch seines Vaters zu erfüllen hat.

Die Spionin Laura d'Oriano ist gerade mal ein Backfisch und mit ihren Eltern auf der Durchreise. 
 
Der Bombenbauer Felix Bloch, Physiker und späterer Nobelpreisträger ist ebenfalls unterwegs – den Quanten auf der Spur.

Dienstag, 11. Juni 2013

Rona Jaffe - Das Beste von allem

Genre: Roman
Broschur: 656 Seiten
Erscheinungstermin: Mai 2012
ISBN: 978-3-548-28475-0

Sie verdienen das Beste von allem 
Den besten Job, 
die beste Umgebung,  
die beste Bezahlung, 
die besten Kontakte.  
Aus einer Anzeige in der New York Times 

New York, 1956. Tausende junger Frauen entströmen jeden Morgen der Subway - auf dem Weg zu ihrem Broterwerb, dem Übergangsjob bis zu ihrer Entdeckung als Star oder zum Ort ihrer Berufung. Sie wollen oder müssen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Die meisten nur so lange bis zur glücklichen Eheschließung mit einem netten jungen Mann. Ein paar jedoch sehen ihr Berufsleben nicht als Übergang an, sondern wollen sich emanzipieren, ablenken, etwas vergessen, sich verwirklichen, unabhängig sein und bleiben. 

So wie Caroline, die Hauptfigur in Rona Jaffes Debütroman aus dem Jahr 1958, der schon damals wegen seiner Ehrlichkeit und Tabubrüche für Furore sorgte. Wir deutschen Leser verdanken die Neuübersetzung und Wiederauflage der Kultserie MAD MEN – in der das Buch wohl als Bettlektüre fungiert. 

Caroline ist eine von fünf jungen Frauen Anfang zwanzig, die uns tief in ihr Leben einlassen. Sie versucht, die geplatzte Verlobung mit ihrer großen Liebe über die Anstellung bei Fabian Publications zu vergessen. Doch der Bürojob selbst füllt sie nicht aus. Sie zeigt Stil in allen wichtigen Belangen des Lebens und steigt durch Hartnäckigkeit, Ehrgeiz und Können bis zur Lektorin auf. Der Weg dorthin ist ein steiniger, aber durchaus interessanter. 

Freundinnen findet sie in der bodenständigen alleinerziehenden Barbara, der etwas naiven, vom Lande stammenden April, der glamourösen und erfahrenen Gregg und nicht zuletzt auch in der etwas unscheinbaren Mary Agnes. Alle haben sie ein Ziel: die große Liebe finden, den eigenen Weg gehen, Karriere machen, berühmt werden, das Leben mit Kind meistern … und immer wieder sind da Männer, die zu bestimmen haben, wie weit sie dabei kommen.

Donnerstag, 7. März 2013

Edgar Rai - Wenn nicht, dann jetzt

Genre: Gegenwartsliteratur
Gebunden: 240 Seiten
Erscheinungstermin: 21. Mai 2012
ISBN: 978-3-352-00828-3

"Wenn nicht, dann jetzt" - kryptischer geht es fast nicht mehr und doch beschreibt dieser Titel Edgar Rais lockeren Unterhaltungsroman um den sympathischen aber nicht ganz ernst zu nehmenden Jan Bechstein absolut treffend.

Denn auch Jan weiß nicht so recht, was eigentlich los ist - mit ihm, mit seinem Leben, seiner Tochter, mit der er einmal im Jahr einen zweiwöchigen Urlaub verbringt und vor allem mit Sergeja. Sergeja ist Musikerin und die Mutter seiner Tochter Mia. Sie war seine große Liebe und doch hat er sie vor 15 Jahren mit der einjährigen Mia alleine gelassen.


Warum? Das weiß weder Jan noch der Leser so genau - zumindest mir hat sich das leider nicht ganz erschlossen. Aber so ist das Leben nun manchmal, tief und unergründlich.
Unergründlich ist die Story an manchen Stellen - vielleicht aber ist das auch ein stilistischer Trick, den Edgar Rai des öfteren und durchaus gekonnt nutzt, um den Leser bei der Stange zu halten - tief allerdings will die Geschichte gar nicht sein. Das zeigt schon ein Blick in den Text auf dem Buchrückent, in dem Wenn nicht, dann jetzt  als "liebevoll chaotische Sommerkomödie" bezeichnet wird. 


Liebevoll - so schildert Rai auf jeden Fall einige der schönsten Orte der Handlung. So zum Beispiel Sergejas Heimatdorf in Slowenien oder Jans und Mias gemeinsamen Urlaubsort in Italien. 


Chaotisch - sind die Gefühle, die Jan dazu bringen, die Frau, die er vor langer Zeit sitzen gelassen hat, wieder für sich gewinnen zu wollen und die damit verbundenen Handlungen. Aber auch die Einführung mancher Romanfiguren, die die Handlung zwar ein wenig ausschmücken, aber irgendwie auf der Strecke bleiben.


Freitag, 15. Juni 2012

George Lindt - Provinzglück


George Lindt - Provinzglück          
Taschenbuch: 218 Seiten 
Verlag: Fischer                                         
Erscheinungsdatum: November 2005  
ISBN: 978-3596166237


Wahrscheinlich hat jedes Buch, welches eine potentielle Leserschaft bzw. eine Zielgruppe vorzuweisen hat, auch irgendwo seine Existenzberechtigung. Da es zweifellos jede Menge Menschen gibt, die denken, dass sie in einem Till Schweiger-Film leben, dass sie den Individuellsten aller Musikgeschmäcker haben, dass sie bezaubernde Besonderheiten auf unserem schönen Erdenrund und noch dazu unglaublich verliebt in unsere durchgekaute Hauptstadt sind, kann man im Fall von "Provinzglück" wohl von einer Daseinsberechtigung sprechen.

Was man hier bekommt, hat man schon tausendmal gesehen, gehört und gelesen: selbstgefällige Pseudoreflexion, eine dösige Liebesgeschichte, das Verhältnis zweier bester Freunde zueinander und natürlich die Problematik des wirklichen Erwachsenwerdens. Man stelle sich nun diese durchaus bekannten Thematiken im Korsett der Dialoge eines deutschen Mid-Budget-Films à la Schweighöfer vor. Permanent hat der Leser das Gefühl einen Film zu sehen. Sicher, das ist erst mal nicht schlecht, spricht es doch für die Erzählerqualität des Autors, aber es ist in diesem Falle wahrlich kein guter Film. Alles wirkt gesetzt und überkonstruiert, wobei es zugegebenermaßen nicht unangenehm ist, Lindt's Sätze zu lesen. Was stört, sind - neben der Handlung -  die Charaktere; jeder kennt wahrscheinlich irgendeinen Typen, der genauso ist, wie Lindt's Protagonist Jan. Das Problem: dieser Typ ist ein Idiot, mit dem sich Leute, die nicht in sich selbst, in ihr eigenes dummes Gefasel und natürlich in Berlin in höchstem Maße verliebt sind, nur schwer identifizieren können. Alles in Allem lässt sich "Provinzglück" auch mit den Worten: „Bla Bla, Berlin, Bla Bla, Kreativberufe, Bla Bla, Bin ich unreif?, Bla Bla, Berlin, Fernbeziehung, Bla Bla, Bla, Berlin“ zusammenfassen.

Vielleicht sollte sich Lindt lieber auf das Schreiben von Drehbüchern konzentrieren – schließlich ist der Deutsche Film doch immer irgendwie „am Boden“. Was das Schreiben von Romanen betrifft: „Scheitern muss erlaubt sein. Scheitern gehört dazu. Scheitern, jetzt in den letzten Jahren, ist nicht mehr so schlimm, wie es zum Beispiel mal für unsere Eltern war“, wie George Lindt es selbst in diesem Meisterwerk der Zeitverschwendung formuliert. Na also.

Note: 5,0
  • Humor: 5
  • Anspruch: 4
  • Spannung: 5
  • Erotik: /
  • Piratenfaktor: 6