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Montag, 3. Juni 2013

Klaus Gunschmann - Du kommst hier nicht rein!

Klaus Gunschmann – Du kommst hier nicht rein! 
Genre: Sachbuch 
Taschenbuch: 240 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag 
Erscheinungsdatum: Juni 2012 
ISBN: 978-3-453-60242-7

Das Münchener P1 gehört zu den bekanntesten Partylocations der Welt und ist Deutschlands Club Nummer 1. Alles, was Rang und Namen hat, trifft sich dort zum ausgelassenen Feiern und Party machen. Egal ob John Bon Jovi, Leonardo di Caprio, Oskar Lafontaine oder Campino, man findet sie alle an der Theke oder auf der Tanzfläche. Doch um zur feiernden Elite zu gehören, muss man an ihm vorbei: Klaus Gunschmann. Der Mann an der härtesten Tür Deutschlands packt in seinem Buch „Du kommst hier nicht rein“ aus. Er berichtet von diversen Partyanekdoten, die er während der Zeit im P1 mit zahlreichen Promis und solchen, die sich gerne dazuzählen würden, in Vergangenheit erlebt hat und beschreibt, wie er an der Tür über Glück und Unglück der Partyanwärter entschieden hat.

Was ich mir von diesem Buch erhofft habe, ist wohl recht klar: eine unterhaltsame Aneinanderreihung von Hintergrundinformationen und Gossip aus der Promiszene. Das habe ich jedoch leider nicht gefunden, im Gegenteil. Der Autor versucht, einige eher weniger spannende, wenn nicht sogar langweilige Promigeschichten, als eine Zeitreise durch die 90er Jahre zu verkaufen. Dies gelingt jedoch nicht wirklich. Es mangelt an Spannung, das Buch schafft es weder mitzureißen, geschweige denn zu fesseln, viel mehr überfliegt man gelangweilt die Seiten und wird von einer primitiven Story zur nächsten geschubst, die in den meisten Fällen nicht einmal bis zum Ende erzählt werden, sondern mittendrin abbrechen.

Freitag, 12. April 2013

Ulrike Bornschein - Bei Anruf nackt



Ulrike Bornschein - Bei Anruf nackt
Genre: Erfahrungsbericht
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 2008
ISBN: 978-3-453-64521-9

„Deine besten Tage sind um“ – das waren die Worte die, die Anfang 40-jährige Ulrike Bornschein dazu brachten, ihren Lebensgefährten nach einer dreijährigen Beziehung zu verlassen. Auf der Suche nach einem neuen Partner (und wohl zum Testen des verbliebenen „Marktwertes“) meldet sich Bornschein bei zwei kostenpflichtigen Internetsinglebörsen für den Zeitraum von einem Jahr an. Ein Jahr, das ihr Kontakt zu 14 Männern bringt, von denen es 12 bis zu einem Treffen geschafft haben. „Bei Anruf nackt“ dokumentiert die Erfahrungen der Singlefrau bei der Suche nach dem Traummann im Internet. Der Leser kriegt die potenziellen Mr. Rights anhand derer Internetprofile vorgestellt. In selbiger Form lernt man auch Frau Bornschein kennen. Anschließend sind die Mailverläufe und SMS niedergeschrieben bis hin zum Treffen, soweit es zu diesem gekommen ist.

Ich möchte nicht lange um den heißen Brei herum reden: Dieses Buch ist mit Abstand eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe! Was ich erwartet habe, war eine lustige, kurzweilige Unterhaltungslektüre. Was ich bekam, war eine nazistische, völlig übertriebene Selbstdarstellung einer Frau, die allen Anscheins nach nicht wirklich auf Partnersuche war, sondern es viel mehr genoss, das andere Geschlecht bloßzustellen und nieder zu machen. Dem Versuch zu hochtrabenden, literarischen Ergüssen der Autoren kann ich nichts abgewinnen, viel mehr wirkt sie auf mich selbstverliebt, arrogant und egoistisch – schlicht und einfach unsympathisch von der ersten bis zur letzten Seite.