Sonntag, 9. Februar 2014

Jay Asher & Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann

Jay Asher & Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann
Genre: Jugendbuch
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: August 2012
ISBN: 978-3-442-48016-6 

Es ist Mai im Jahre 1996 und das neumodische Internet gewinnt mehr und mehr an Popularität. Auch die sechzehnjährige Emma beginnt, diese neue Welt zu erforschen. Ausschlaggebend dafür ist ihr erster eigener Computer und eine AOL-CD-Rom. Mit ihrem Freund Josh landet sie dabei zufällig auf einer Seite namens „Facebook“, von der bis dato noch niemand etwas gehört hatte. Dennoch findet sie ihr eigenes Profil mit Informationen aus der Zukunft und diese scheint nicht sonderlich rosig zu sein. In 15 Jahren ist sie nicht nur arbeitslos, sonder auch unglücklich verheiratet. Anders dagegen ergeht es zukünftig ihrem besten Freund Josh. Er befindet sich beruflich auf dem aufsteigenden Ast und ist mit seiner Traumfrau verheiratet.

Aus Angst versucht Emma nun angestrengt durch kleine Eingriffe in die Gegenwart große Veränderungen in der Zukunft zu bewirken und diese dadurch zu verbessern. Doch jede kleinste Einwirkung ändert nicht nur ihre, sondern auch die Zukunft ihrer gesamten Umgebung, Kettenreaktionen, die nicht immer positiv ausgehen, sind quasi vorprogrammiert. 

Der Büchermarkt ist derzeit voll von Zeitreisegeschichten, „Wir beide, irgendwann“ ist dennoch anders. Die Idee dahinter ist frisch und innovativ, sodass ich entsprechend hohe Erwartungen an dieses Buch hatte. Man mag es sich kaum vorstellen, aber es gab auch eine Zeit vor Facebook, in der Jugendliche sich mit anderen Dingen als dem Internet beschäftigten und auf anderen Wegen miteinander kommunizierten. Zweifelsfrei ein gutes Konzept, dessen Umsetzung mich allerdings nicht überzeugen konnte. Zwar liest sich die Geschichte flüssig, aber gerade dies ist in diesem Fall ein Kritikpunkt. Man bleibt nur selten an Stellen hängen, es fehlen jegliche Magie und diverse Wow-Effekte. Es ist kein völlig schlechtes Buch, aber leider auch nichts Besonderes. Ein durchschnittlicher Roman, der nicht lange im Gedächtnis bleibt und nach der letzten Seite schon fast wieder vergessen ist.

Mitverantwortlich für diese Durchschnittlichkeit sind sicherlich die Charaktere. Anfangs sind sie zwar relativ sympathisch, aber dennoch frei von Glanz und aufgrund ihrer Naivität schnell nervig. Zusätzlich fehlt jeglicher Spannungsbogen. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist extrem vorhersehbar. Bereits ab der Mitte des Buches ist der Ausgang der Story völlig klar. Auch emotional war ich wenig berührt.

Ein Fazit zu diesem Buch fällt mir sehr schwer. Trotz der vielen negativen Aspekte fand ich „Wir beide, irgendwann“ nicht wirklich schlecht, doch trotz des innovativen Themas und den nicht gänzlich unsympathischen Charakteren ist dieser Roman maximal durchschnittlich. Es mangelt definitiv an Emotionen und Tiefgang. Empfehlenswert ist es vielleicht für jüngere Leser, sonst kann ich an dieser Stelle leider keine Leseempfehlung aussprechen. Sollte es mal absolut an Lesestoff mangeln, kann man sicherlich zu diesem Buch greifen – tut man es allerdings nicht, hat man auch nicht sonderlich viel verpasst. 

Note: 4
  • Humor: 3
  • Anspruch: 4
  • Spannung: 5
  • Emotionen: 5
  • Piratenfaktor: 3


Kommentare:

  1. Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, ist es nicht nur vielleicht, sondern ganz bestimmt für jüngere Leser geschrieben. Ich denke, dass die ersten Liebesabenteuer junge Leute fesseln und dass sie Spaß an dem Roman haben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das es für jüngere Leser geschrieben ist, steht außer Frage. Häufig finde ich aber Jugendbücher auch für ältere Leser empfehlenswert, dieses allerdings nicht. LG

      Löschen